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Linsentrübung beim Hund – Wird mein Hund blind?

Linsentrübung beim Hund – Wird mein Hund blind?

Bei Hunden kommt es mit wachsendem Alter häufig zu einer bläulich-grauen Trübung der Linsen in den Augen. Diese Entwicklung beginnt unter Umständen schon ab dem 6. Lebensjahr. Man spricht auch vom „grauen Star“.

 

Wird mein Hund blind?

Es handelt sich hierbei um eine altersbedingte Veränderung des Linsenkerns (Nukleosklerose). Die Fasern des Kerns liegen bei jungen Tieren „ordentlich“ hintereinander. Das macht sie durchsichtig. Diese Ordnung kommt im Alter durcheinander und dies führt zu einer Reflexion des Lichts. Von außen betrachtet wirkt das wie eine milchige Trübung der Linse. Die gute Nachricht: Diese Trübung führt nur äußerst selten zu einer Seheinschränkung oder zum Verlust der Sehkraft. Der graue Star beim Hund schreitet nur langsam voran und muss nur sehr selten operiert werden.
 

Einschränkung des Sehfelds

Experten vermuten in gravierenden Fällen von einer Einschränkung des Sichtfeldes. Das heißt: Im äußeren Bereich des Sichtfeldes, also am rechten oder linken „Bildrand“ des Betrachters kommt es zu einer Trübung dessen, was früher scharf und hell war. Da diese Veränderung aber sehr schleichend eintritt, hat der Hund damit kein Problem. Auch bei Katzen tritt diese Alterserscheinung auf, allerdings später als beim Hund.
 

Seniorencheck im TGZ München

Dennoch sollte eine Trübung der Linse immer tierärztlich untersucht werden. Dazu Dr.med.vet. Astrid Schubert, Leiterin des Tiergesundheitszentrums München: „Dahinter könnte auch eine andere Krankheit stecken, wie eine Entzündung, eine Verletzung der Linse oder eine Stoffwechselerkrankung wir Diabetes. Im Tiergesundheitszentrum wird ab dem 7. Lebensjahr ein Alterscheck für die Hunde im besten Alter und darüber angeboten. Im Rahmen dieses Checks untersuchen die Tierärzte nicht nur eingehend die Augen – auch das Herz-Kreislaufsystem und alle anderen Organe werden gründlich untersucht. Schließlich werden viele Alterserscheinungen erst gar nicht kritisch für das Tier, wenn man sie rechtzeitig entdeckt und den Patienten entsprechend unterstützt.“
 

Alt, taub und blind – Umgang mit alten Hunden

Da sehr alte Hunde oft schlecht hören und am seitlichen Blickfeldrand nicht mehr so gut sehen, ist es ratsam, sich diesen Tieren nicht von hinten zu nähern und sie gleich zu berühren. Sie könnten sich erschrecken und aus Angst auch einmal nach der Hand schnappen. Besser ist es, die Tiere laut anzusprechen und erst dann die Hand auszustrecken, wenn der Hund etwa durch Schwanzwedeln signalisiert, dass er den Menschen wahrgenommen hat.
 

Alzheimer beim Hund – oder ist mein Hund einfach nur alt und schrullig?

Verhaltensänderungen im Alter können aber auch ein Hinweis auf  die „Alzheimererkrankung des Hundes“ sein. Ob Ihr Hund daran erkrankt ist, das kann in einer verhaltenstherapeutischen Untersuchung festgestellt werden. Einen Termin in unserer verhaltenstherapeutischen Sprechstunde können Sie telefonisch jederzeit im Tiergesundheitszentrum vereinbaren. Hier finden Sie unsere Öffnungszeiten (auch Samstags): TGZ Sprechzeiten und Kontakt

Februar 9, 2016
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